Die Post gibt Antworten. Nachhaltig.

Die Post gibt Antworten. Nachhaltig.

Die Post gibt Antworten. Nachhaltig.

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde – und doch voller Missverständnisse und unklarer Definitionen. Unsere CSR-Experten Daniel-Sebastian Mühlbach und Lisa Pum klären auf und beantworten alle Fragen rund um das Thema Klimaschutz.

Was versteht die Post unter „CO2-neutraler Zustellung“?

Wir alle müssen die CO2 Emissionen verringern, um dem Klimawandel entgegenzutreten. Die Österreichische Post hat das bereits vor 10 Jahren erkannt und war damals weltweit die erste Postgesellschaft, die eine CO2-neutrale Zustellung garantierte. Das bedeutet: Wir entwickeln permanent neue Lösungen, um die Zustellung von Briefen und Paketen noch effizienter und umweltfreundlicher zu machen. So wird etwa der Fuhrpark sukzessive auf Elektromobilität umgestellt, die CO2- Emissionen der Post werden dadurch im Laufe der Zeit immer geringer. Jene, die unvermeidbar sind, werden durch Klimaschutzmaßnahmen kompensiert, wodurch die Zustellung insgesamt CO2-neutral wird. Und: Ab 2030 wird die Zustellung der Österreichischen Post zu 100 % frei von CO2 sein!

Was ist der Unterschied zwischen CO2-frei und CO2-neutral?

Wenn Prozesse – zum Beispiel die Erzeugung von Produkten oder Dienstleistungen – keinerlei CO2 freisetzen, bedeutet das, sie sind CO2-frei. Werden hingegen CO2- Emissionen verursacht, aber wieder kompensiert, sind die Prozesse „CO2-neutral“. Diese Kompensation erreicht die Post u. a. durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten.

Was macht die Post konkret, um CO2-neutral zu sein?

Dabei setzt die Post auf einen 3-Stufen-Plan:

Dach eines Logistikzentrums mit PhotovoltaikanlageE-Fuhrpark der Post Regenwald - Kompensation durch die Förderung von Klimaschutzprojekten

  1. Vermeiden und Effizienz steigern: Wir modernisieren laufend unseren Fuhrpark und optimieren unsere Gebäude hinsichtlich Energieverbrauch und Gebäudestruktur. Dadurch vermeiden wir CO2 Ausstoß.
  2. Alternative Energieformen: Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist im Hinblick auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels unvermeidlich. Wir bauen deshalb kontinuierlich unsere E-Flotte aus, die mit mehr als 2.100 Fahrzeugen mittlerweile zur größten in Österreich angewachsen ist (und werden ab 2024 keine neuen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren anschaffen). Außerdem setzen wir auf erneuerbare Energie wie z.B. Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen.
  3. Kompensation: Wir kompensieren den nicht vermeidbaren CO2 Ausstoß durch die Unterstützung von nationalen und internationalen Klimaschutzprojekten.

Im Inland zählt dazu der Ersatz veralteter Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger durch moderne Pelletheizungen oder der Ankauf von E-Fahrzeugen für gemeinnützige Einrichtungen. Außerdem unterstützt die Post das Weltnaturerbe Wildnisgebiet Dürrenstein, Österreichs letzten Urwald.

Zu den internationalen Projekten zählen Solaranlagen in Indien, effiziente Öfen für die Menschen in Kenia und Honduras und der Schutz der Berggorillas in Ruanda.

Wie hoch sind die CO2-Emissionen der Österreichischen Post?

Derzeit liegen die Emissionen bei 86.949 t CO2 pro Jahr, das sind 0,1 % des österreichischen Gesamtausstoßes. Dieser Wert inkludiert auch die Energie für Immobilien und Leistungen, die die Post extern zukauft. Auf die Zustellung fallen davon 33.100 t an; bei rund 4,2 Mrd. Sendungen (Briefe, Pakete) pro Jahr ergibt das einen durchschnittlichen Wert von 8 Gramm CO2 pro Zustellung. Und durch unsere Maßnahmen sinkt dieser Wert Jahr für Jahr.

Wie grün ist der Post-Transport?

Vorab vielleicht ein paar Zahlen: Wir stellen mit rund 10.000 Fahrzeugen jährlich 4,2 Mrd. Sendungen an 4 Mio. Haushalte und Unternehmen in Österreich zu und umrunden dabei, bildlich gesprochen, mehrfach die Erde. Die Verantwortung, die wir dabei für den Klimaschutz haben, ist uns sehr bewusst. Deshalb setzen wir immer mehr Elektro-Fahrzeuge ein – derzeit mehr als 2.100, das ist Österreichs größte E-Flotte. Und es werden immer mehr. Ab 2024 werden wir nur noch E-Mobile anschaffen, und bis dahin nur die absolut umweltfreundlichsten - zum Beispiel bei den LKW.

Ab 2030 wollen wir keine Verbrennungsmotoren mehr einsetzen. Denn, was oft nicht bedacht wird: Bei der Post-Zustellung ist man naturgemäß oft mit niedrigen Gängen und hohen Drehzahlen im Stop-and-Go-Verkehr unterwegs, was mit Elektromotoren völlig unproblematisch, bei Verbrennungsmotoren jedoch ineffizient und unwirtschaftlich ist.

Die Post versucht auch jene Faktoren zu beeinflussen, die sie nicht direkt steuern kann, zum Beispiel externe Lieferanten, die durch strenge Bestimmungen und Qualitätskontrolle zu umweltschonendem Transport angehalten werden. Wichtig ist, dass alle in der Lieferkette ihren Beitrag leistet. Natürlich haben wir keinen Einfluss auf die Herstellung der Akkus, aber wir versuchen, ihre Lebensdauer durch schonenden Einsatz zu verlängern und verwenden sie durch Umbau auch weiterhin als Energiespeicher. Keine Ressource soll achtlos verloren gehen.

Woher kommt der Post-Strom?

Die Post bezieht seit Anfang 2021 ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Erdwärme. Die Gewinnung ist umweltschonend, es entstehen praktisch keine Treibhausgase. Seit 2017 kommt der erneuerbare Strom zu 100 % aus Österreich. Zusätzlich betreiben wir sechs Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 2.400 Kilowattpeak, mit der unsere gesamte E-Flotte mitversorgt wird.

Was macht die Post im Güterverkehr?

Kurz gesagt: Wir tun alles, was wir bei diesem globalen Bereich tun können. Unter anderem verjüngen wir laufend unseren Fuhrpark, schaffen die aktuell schadstoffärmsten LKW an, wobei wir derzeit auch Erdgas und Wasserstoff testen.

Wir riegeln das Tempo auf 80 km/h ab, achten auf den Rollwiderstand durch permanente Reifendruckkontrolle, optimieren die Aerodynamik unserer Fahrzeuge, achten bei Fahrzeuglänge und Gewicht auf maximale Effizienz, berechnen die idealen Routen und schulen unsere Lenker*innen in puncto spritsparender Fahrweise.

Und sogar Solarpaneele montieren wir am Dach unserer LKW, womit zusätzlich Strom direkt in die Batterie eingespeist wird. Übrigens: Zur Nachhaltigkeit zählt auch Sicherheit. Deshalb statten wir unsere großen Brummer auch freiwillig mit Abbiegeassistenten aus.

Und die Post-Immobilien?

Mehr als 1 Mio. m2 Gebäudenutzfläche bedeuten: Die Post hat hier einen großen Energiebedarf, der kontinuierlich reduziert werden soll. Wir stellen nach Möglichkeit auf Fernwärme um, erneuern Heiz- und Warmwasserbereitungssysteme, statten die Gebäude mit Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und sparsamen LED-Lampen aus. So wurde die neue „Post am Rochus“ in Wien dank ihrer innovativen, energiesparenden Gebäudetechnik und der Anbindung an Öffis von der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft mit Gold zertifiziert.

Wir fördern aber auch die Biodiversität, zum Beispiel durch das Begrünen unserer Dächer – am Briefzentrum in Wien haben sich bereits die seltene Haubenlerche und Wildbienenschwärme angesiedelt. In Kooperation mit dem Verein Stadtimker entsteht dort biologischer Post-Honig.

Aber auch auf den Flächen rund um unsere Gebäude fördern wir die Biodiversität. Im Jahr 2020 wurde das erste Grünraumkonzept im Logistikzentrum Steiermark in Kalsdorf umgesetzt, ein weiteres für das neue Logistikzentrum Tirol in Vomp befindet sich in Erarbeitung. Auch beim Logistikzentrum Salzburg Thalgau und einer Postbasis in Bruck an der Leitha wurde auf die Schaffung von Grünflächen Wert gelegt.

Kreislaufwirtschaft: läufts rund?

Mit dem Projekt Re:Post setzen wir hier ein starkes Zeichen: Aus alten Postuniformen werden neue Taschen, Laptophüllen und andere Alltagsgegenstände geschneidert. Wir könnten das auch in „Billiglohnländern“ fertigen lassen, um dabei Gewinn zu machen. Aber uns geht’s ums Ganze, um Nachhaltigkeit auch im sozialen Sinn. Deshalb beauftragen wir damit heimische Werkstätten, in denen Menschen mit Unterstützungsbedarf beschäftigt sind, wie zum Beispiel Wien Work.

Wie sieht‘s mit Abfalltrennung aus?

Umweltschutz beginnt beim jedem und jeder Einzelnen. Zum Beispiel mit Mülltrennung. Die sortenreine Trennung geht bei der Post so weit, dass wir die Wickelfolien der Paletten als eigene Fraktion entsorgen, ebenso Kartonagen, getrennt von herkömmlichem Papier. Bewusstseinsbildung der Mitarbeiter*innen hinsichtlich Abfallreduktion und -trennung ist deshalb für uns sehr wichtig.

Grüne Verpackungen?

Eine langjährige Erfolgsgeschichte ist die Post-Mehrwegbox. Sie ist stapelbar, transportsicher und selbstverständlich wieder verwendbar. Die Mehrwegboxen sind ideal für eine umweltfreundliche Belieferung der B2B-Kund*innen. Die Zustellung der Boxen erfolgt CO2-neutral, der Einsatz vermeidet jährlich große Mengen Verpackungsmüll. Außerdem kooperiert die Post mit Forschungseinrichtungen zur Entwicklung grüner Verpackungen, wie zum Beispiel die wiederverwendbare Lebensmittelbox. Und wir versuchen, die Verpackungen optimal an die Ware anzupassen – so wird weniger Luft transportiert, das Volumen wird kleiner, die Zustellung emissionsärmer.

Was ist das Projekt Grünes Graz?

Das ehrgeizige Ziel der Post lautet: in ganz Österreich bis 2030 auf der „letzten Meile“ komplett emissionsfrei zuzustellen. Im Rahmen des Pilotprojekts „City Hub Graz“ sorgte die Österreichische Post in der steirischen Landeshauptstadt für ein verändertes Stadtbild und für eine emissionsfreie Zustellung: Von August bis Oktober 2020 brachten Zusteller*innen der Post Pakete in der Innenstadt zunehmend mit alternativen E-Fahrzeugen zu ihrem Bestimmungsort. Die nachhaltige Zustellung soll den Verkehr in der Stadt entlasten und ist Teil eines smarten Gesamtkonzepts, das sich „Grünes Graz“ nennt. Das Pilotprojekt innerhalb der Altstadt-Zone soll der Startschuss für eine CO2-freie Logistik im gesamten Stadtgebiet sein. Damit wäre Graz 2021 österreichweit die erste Stadt, in der das gelingt.

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